Epiphone Les Paul Custom

Last Updated on 19/09/2025 by mickschindler67@gmail.com

Die Epiphone ist meine Bread & Butter Gitarre und begleitet mich mittlerweile seit exakt 20 Jahren. Zeit für einen Rückblick.

Behind every great guitar, there is a story…

Und die Geschichte dieser Gitarre beginnt vor exakt 20 Jahren, als ich diese Mail aus Japan erhielt:

Dear Michael,

Thank you for your reply.  This is Noriko from Ishibashi.
I am sorry for delay because had day off yesterday.

The Epiphone LP Standard LQ HB has been put on hold for you.
Please let me know where a hotel you will stay will be firm in Tokyo.
On the both models,I will think it to carry out your wishes as possible.

If you have any questions, please let me know.
Thank you very much.

Best regards,
Noriko Sada
International Sales Agent/Ishibashi WEB SHOP
web-shop@ishibashi.co.jp

Ich plante zu der Zeit eine Geschäftsreise nach Japan. Meine Mission: Als Produktmanager für Thoraxdrainage-Systeme sollte ich das Potential des Japanischen Marktes erkunden.

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die Idee kam, diese Reise mit dem Kauf einer Gitarre zu verbinden. Aber Gitarristen wissen, dass die nächste Gitarre, die man unbedingt braucht, nie weit weg ist. Und die Preise für Gitarren waren zu der Zeit deutlich niedriger als in Deutschland.

Also entschloss ich mich, das Wagnis eines No-see-no-touch Online-Kaufs einzugehen. Ich muss aber sagen, dass ich zu den Jungs von Ishibashi Music volles Vertrauen hatte. Die Japaner wissen, wie man Kunden begeistert.

Ich ließ mir die Gitarre in mein Hotel in Yokohama schicken, wo sie mich auf dem Bett liegend erwartete. So wünscht man sich das. 

Damit begann einer meiner denkwürdigsten Business-Trips. Als ich am nächsten Morgen von unserem Distributor Fumio abgeholt wurde – unser Plan war, ein naheliegendes Krankenhaus zu besuchen – erzählte ich ihm von meiner Black Beauty. Fumio war sofort begeistert, änderte den Plan für den Tag und wir fuhren statt in ein Krankenhaus in einen Jazz-Club. Es war 10 Uhr morgens. Das passiert, wenn Menschen mit Begeisterung für Musik aufeinander treffen.

Dem Jazz-Club folgten in den nächsten Tagen noch weitere Clubs, Karaoke-Bars und als Highlight ein Japanisches Bad in dem Hotel, in dem John Lennon und Yoko Ono abstiegen, wenn sie in Japan waren.

Und ja, in einem oder zwei Krankenhäusern waren wir auch.

Ich könnte noch viele kleine Geschichten von dieser Japan-Reise erzählen, aber das würde zu weit weg führen vom eigentlichen Thema.

Ich danke Fumio für eine großartige Zeit in Japan, Noriko von Ishibashi für einen sensationellen Support und dem Zollbeamten in Deutschland, der darauf verzichtet hat, mir die Verzollung zu berechnen, denn er war auch Eric Clapton Fan. Musik verbindet Menschen auf unglaublich intensive Art und meine Journey mit der Epiphone begann bereits auf fantastische Weise.

Happy Birthday, Epi!

Ich verzichte an dieser Stelle über Klang und Bespielbarkeit zu schreiben. Nach 20 Jahren im Einsatz hat die Epi viele Veränderungen durchgemacht.

Die originalen Pick-Ups wurden ersetzt, ich glaube, die aktuellen Humbucker sind von Kloppmann.

Sie wurde mindestens zwei mal neu bundiert und die Elektronik hat ein Upgrade erfahren – Vielen Dank an Gerhard Schwarz von Schwarz Custom Guitars.

Irgendwann kamen Klemm-Mechaniken dazu, ein kleiner Schritt für den Geldbeutel, aber ein ein großer Sprung für jeden Gitarristen, der schnell eine gerissene Saite ersetzen muss.

Und ja, der Sound ist auch super, sie ist leicht (für eine Mahagoni-Gitarre) und die Bespielbarkeit – für mich das wichtigste Kriterium bei einer Gitarre – lässt keine Wünsche offen. 

Das nächste Update zu diesem Artikel gibt es dann 2035.

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